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Sitzvolleyball in Hamburg

Vor ca. 40 Jahren ist im Hamburger Versehrten Sportverein (HVS) die erste Sitzvolleyball Mannschaft in Hamburg entstanden. Bereits damals bestanden gute Kontakte zu anderen Teams im In- und Ausland. Besonders gut waren die Beziehungen nach Skandinavien, da ein Spieler der Hamburger selbst Norwegisch und Diplomat war.

Der HVS richtete 1971 das erste international Turnier mit Mannschaften aus Finnland, Norwegen, den Niederlanden und Deutschland aus.

Mitte der Achtziger Jahre kamen einige junge und ambitionierte Spieler aus Hamburg und Umland zum HVS. Diese wurden sehr freundlich aufgenommen und hier entstand auch dank der Unterstützung der erfahrenen Spieler ein über viele Jahre hinweg starkes Team. Die „alten Hasen“ machten nicht nur Platz für den Nachwuchs, sondern engagierten sich stark für das junge Team.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Es wurden 1987 und 1991 die Deutsche Meisterschaft und diverse nationale und internationale Turniersiege errungen. Teilweise stellte das Hamburger Team 6 Spieler der Deutschen Nationalmannschaft.
In 1990 nahm die Mannschaft zum ersten Mal einen nichtbehinderten Spieler auf und in 1994 wurden auch Frauen (mit und ohne Handicap) integriert.

Im Jahre 1989 wurde erstmals die Siemens AG um Unterstützung gebeten. Mit Hilfe des Unternehmens wurde eines der größten internationalen Sitzvolleyball-Turniere realisiert: der Werner-von-Siemens-Cup.

Die Teilnahme an diesem Einladungsturnier war hoch begehrt, sodass zum Teil sogar Mannschaften abgelehnt werden mussten. Ein Wochenende allein reicht nur für eine begrenzte Anzahl von Spielen. Trotzdem hat man sich immer bemüht, deutsche und internationale Mannschaften einzuladen, die auf besonders hohem Niveau spielen, darunter auch Weltmeister wie Iran und Niederlande.

Ende der Neunziger Jahre ging es leider bergab. Von den früheren HVS-Spielern waren die wenigsten noch aktiv, denn viele Leistungsträger beendeten ihre sportliche Laufbahn. Die restlichen Mitglieder sahen im HVS keine Zukunft mehr und schlossen sich 2005 dem TH-Eilbeck an. Man versprach sich aus einer Zusammenarbeit mit einem "normalen" Volleyballverein mehr Erfolg. Zu diesem Zeitpunkt war die Mannschaft auf zeitweise nur 5 bis 6 aktiven Spielern geschrumpft.

Auch in dieser schwierigen Phase haben wir Jahr für Jahr den Werner-von-Siemens Cup ausgerichtet und inzwischen haben sich unsere Bemühungen gelohnt. Teilweise sind Spieler anderen Sitzvolleyball-Teams zu uns gestoßen und auch Spieler aus dem „Standvolleyball“ konnten wir von unserer Sportart überzeugen.

Mit nunmehr 13 Aktiven - 6 Frauen, 6 Männer, sowie 1 Jugendlicher (seit Juni 2010) - sieht die Mannschaft wieder optimistisch in die Zukunft und kann einen geregelten und anspruchsvollen Spielbetrieb garantieren.

Doch das allein genügt uns nicht...

Für die nächsten Jahre ist es erneut unser Ziel, junge und ambitionierte Mannschaftsmitglieder fit zu machen für die Deutsche Nationalmannschaft und damit für die Teilnahme an den Paralympics vom 29. August – 09. September 2012 in London.

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